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Konzept
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Konzept

Konzept

des Sozialpolitischen Arbeitskreises des Bistums Limburg

 
  1. öffentliches Eintreten für die Armen

Angesichts der gesellschaftlichen Verwerfungen ist die anwaltschaftliche Stimme des
Bistums Limburg für die Armen glaubwürdig, deutlich hörbar und praktisch in den
gesellschaftlichen Diskurs einzubringen. Die Beiträge, mit denen sich die Kirche an
sozialpolitischen Diskussionen in der Öffentlichkeit beteiligt, sind deshalb
zurückgebunden...

  • ...an die diakonische Praxis kirchlich-caritativer Einrichtungen und Initiativen
    im Bistum Limburg. Nur mit einer solchen Rückbindung bleiben die
    sozialpolitischen Stellungnahmen der Kirche glaubwürdig.
  • ...an die sozialwissenschaftliche und sozialethische Reflexion sozialpolitischer
    Fragen. Diese kann helfen, dass die Kirche bei ihren sozialpolitischen
    Stellungnahmen die grundlegenden Einsichten der einschlägigen fachlichen
    Diskussionen berücksichtigt.
  • ...an eine kirchliche Bildungsarbeit, die sich ihrer sozialethischen Profilierung
    stets bewusst bleibt.
  • ...an Dialogprozesse zwischen kirchlichen und anderen gesellschaftlichen
    Gruppen. Solche Prozesse erleichtern der Kirche eine Positionsbestimmung,
    in der die ethischen Überzeugungen der sozial und politisch engagierten
    Christen aufgegriffen und die Einsichten nicht-kirchlicher Gruppen und
    Organisationen nicht übergangen werden.
  • an den Diskurs mit weltkirchlichen Partnern, die erkannten
    Ursachenzusammenhänge globaler Ungerechtigkeit und Gefährdungen der
    Schöpfung sowie an Praktiken, eine sozial und ökologisch nachhaltige
    Lebens- und Wirtschaftsweise zu fördern.

Um ein solches Profil der öffentlichkeitsbezogenen Arbeit an sozialpolitischen
Themen zu ermöglichen,...

  • ...ist es notwendig, Theorie und Praxis miteinander zu verbinden; d. h. die
    wissenschaftliche Reflexion bedarf des Dialogs mit der diakonischen Praxis
    und umgekehrt.
  • ...steht mit dem Haus am Dom in Frankfurt eine hinreichend ausgestaltete
    Plattform der Information und des Dialogs zur Verfügung.
  • ...stehen kirchliche Positionen „auf den Füßen“, sind also über die diakonische
    Praxis mit der Lebenslage der Menschen verbunden.
  • ...wird die Interessenvertretung für Benachteiligte professionell
    wahrgenommen.
 
  1. Sozialpolitischer Arbeitskreis des Bistums Limburg

Um das sozialpolitische Engagement des Bistums Limburg in der Öffentlichkeit zu
gestalten, beauftragt Bischof Dr. Georg Bätzing den Sozialpolitischen Arbeitskreis
des Bistums Limburg, seine Arbeit fortzusetzen.

Der Arbeitskreis ist ein Arbeitskreis des Bischofs. Er selbst ist Mitglied des
Arbeitskreises.

Der Arbeitskreis hat die Aufgabe,

  • die anwaltschaftliche Interessenvertretung des Bistums für die Benachteiligten
    zu stärken,
  • dazu beizutragen, dass sich das Bistum fundiert und mit nachhaltiger
    öffentlicher Wirkung in sozialen Fragen zu Wort meldet,
  • die vorhandenen sozialpolitischen Ressourcen im Raum des Bistums Limburg
    durch Informationsaustausch und Absprache von Kooperationen zu bündeln
    und den Bischof und die synodalen Gremien zu beraten.

Institutionelle Mitglieder des Arbeitskreises sind:

  • der Diözesancaritasverband,
  • die katholische Akademie Rabanus Maurus,
  • die Abteilung Weltkirche im Dezernat Pastorale Dienste,
  • die AG Verbände.

Beratende Mitglieder des Arbeitskreises sind das Nell-Breuning-Institut in der PTH
Sankt Georgen und das Kommissariat der katholischen Bischöfe im Lande Hessen.

Korrespondierende Mitglieder des Arbeitskreises sind der/die Dezernent/in Caritas
und der/die Dezernent/in Schule und Bildung.

Der Bischof kann auf Empfehlung des Arbeitskreises weitere Mitglieder berufen.
Darüber hinaus kann der Arbeitskreis weitere Personen zu bestimmten Sitzungen
beratend hinzuziehen.

Der Arbeitskreis ist ein Zusammenschluss selbstständiger Institutionen. Deren
Identität soll nach außen hin erhalten bleiben. Gleichwohl tritt der Sozialpolitische
Arbeitskreis als Träger von Veranstaltungen auf.

  1. Arbeitsweise

Der Sitz des Arbeitskreises ist das Haus am Dom in Frankfurt. Der
Arbeitskreis trifft sich viermal im Jahr. Der Arbeitskreis wählt aus seinen
Mitgliedern den/die Vorsitzende/n auf drei Jahre, der/die vom Bischof bestätigt
wird. Für die Finanzierung der Arbeit werden entstehende Kosten bis maximal
10 000 € p.a. durch das Bistum Limburg erstattet. Einmal im Jahr findet eine
Sitzung des Arbeitskreises mit dem Bischof statt. Die/der Referent/in des
Bischofs nimmt nach Möglichkeit regelmäßig am Sozialpolitischen Arbeitskreis
teil und vertritt dort den Bischof.

  1. Dieses Konzept tritt zum 1. Oktober 2017 in Kraft.
 

Limburg/Lahn, den 29. September 2017

Bischof Dr. Georg Bätzing